Interview mit Franz-Josef (Franjo) Roth
Wer steckt eigentlich hinter dem Neuen Anfang? Wir führen Sie „backstage“ und stellen in loser Folge Gesichter der Initiative Neuer Anfang vor. Heute im Gespräch: Franz-Josef Roth. Die Fragen stellte Patricia Haun.
Lieber Franjo, Du bist seit 2025 im Team des Neuen Anfangs. Was hat Dich bewogen, bei unserer Initiative mitzuarbeiten?

Über Facebook war ich immer wieder einmal mit Bernhard Meuser im Dialog. Manchmal auch konfrontativ. Irgendwann hat er mich eingeladen, wenn ich mal im Süden der Republik bin, ihn zu besuchen. Einige Wochen später hat er gefragt, ob ich einen Beitrag zum „Urworte-Buch“ schreibe. Die Einladung zur Mitarbeit war dann die logische Konsequenz dieser Entwicklung.
Wo hast Du Deinen Platz im Team gefunden und was sind Deine Aufgaben?
Es sind einige kleine Dinge im Hintergrund, wie den Schnitt der Podcasts, gelegentliche Moderation bei unseren Teamklausuren und das Schreiben von Blogbeiträgen.
Grundsätzlich bringe ich meine Erfahrungen aus der Pastoral und Seelsorge ein.
Warum sind diese Erfahrungen so wichtig?
Alles, was der Neue Anfang vordenkt, hat Auswirkungen auf die Pastoral, genauso wie die Erfahrungen aus der Pastoral hilfreiche Impulse für unsere Arbeit geben.
Wo findet man Dich, wenn Du nicht für den Neuen Anfang aktiv bist?
In der Pfarrgemeinde St. Vincentius in Dinslaken, an der Schnittstelle von Ruhrgebiet und Niederrhein, gelegentlich als ehrenamtlicher Unternehmensberater in meiner früheren Branche, dem Gartenbau oder auf der Terrasse mit meiner Pfeife und einem Buch.
Was magst Du uns über Dich verraten?
Ich mache jeden Tag mehrere hundert Liegestütze für einen guten Zweck. Und dafür suche ich noch Sparringspartner.
Welcher Ort bedeutet für Dich Heimat?
Ich halte es mit Augustinus: Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir, Gott. In diesem Sinne, bin ich irdisch heimatlos.
Wenn Du drei Wünsche frei hättest für die Kirche in Deutschland, welche wären das?
Demut, Armut und Gehorsam
Wie stellst Du Dir den Himmel vor?
Offenbarung 21, 3b,4: „Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“
Wer ist Dein Lieblingsbibelheld (außer Jesus)?
Gamaliel, vgl. Apostelgeschichte Kap. 5, 34-39 – es ist seine Weisheit, die sich im „Rat des Gamaliel“ zeigt. Ein guter Rat auch für alle „Neuerungen“ unserer Zeit.
Gibt es eine(n) Lieblingsheilige(n)?
Die selige Schwester Maria Euthymia Üffing. Sie stammt aus der gleichen Ecke wie ich, also aus dem Norden des Münsterlandes und hatte hier in Dinslaken ihre längste Wirkungsstätte. Ein tolles Vorbild im aufopferungsvollen Dienst und in der Frömmigkeit. Außerdem hat sie als Selige im Himmel schon für viele tausend Menschen sehr erfolgreich Fürbitte beim lieben Gott eingelegt. Auch für mich.
Friedrich Spee von Langenfeld ist zwar kein Heiliger, aber ein gutes Vorbild für mich, besonders in der Seelsorge.
Welche Geistesgabe hättest Du am liebsten, wenn Du wählen dürftest?
Verstand und Einsicht
Franz-Josef Roth
Pastoralreferent in Dinslaken, Bistum Münster. Franz-Josef Roth ist Mitautor des Buches „Urworte des Evangeliums“.
Beitragsfoto: privat

