Kardinal Kasper mit vernichtender Zwischenbilanz des Synodalen Weges. Online-Studientage des NeuenAnfangs mit inzwischen über 13. 000 Teilnehmern.

Eine kritische Zwischenbilanz zum jetzt zweijährigen Prozess des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland zog der Online-Studientag der Initiative NeuerAnfang am vergangenen Sonntag. Über 400 Teilnehmer verfolgten 5 Stunden lang LIVE hochkarätige Vorträge und anschließende Debatten, das Video ist inzwischen fast 3.000 Mal angesehen worden. (Hier unter dem Link auf dem Youtube-Kanal abrufbar)

Mit Kardinal Walter Kasper, dem römischen Kirchenrechtler Prof. Dr. Stefan Mückl und der Religionsphilosophin Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz u.a. kamen hochrangige Experten aus der Weltkirche zu Wort. Im anschließenden Plenum stellten sich Experten der Diskussion über die Vorträge, u.a. auch die Bischöfe Rudolf Voderholzer (Regensburg), Stefan Oster (Passau) und Gregor-Maria Hanke (Eichstätt).

„Es war die Ursünde“

Über die geistliche Wegführung des synodalen Prozesses in Deutschland sagte Kardinal Kasper: „Es war die „Ursünde“ des Synodalen Wegs, dass er die Einladung von Papst Franziskus vom Evangelium und vom Grundauftrag der Evangelisierung auszugehen beiseitegelegt und damit faktisch nachgeordnete Kriterien in den Vordergrund gerückt hat. Rein formal hat er das Bischofsamt nicht aufgegeben, er hat es aber in seinem Wesen entkernt. Aufs Ganze gesehen ist der Bischof nach dem synodalen Text nicht viel Anderes als ein auf Zeit gewählter und jederzeit abwählbarer Vorsitzender eines Aufsichtsrats. Damit ist der auf das Evangelium gegründeten Kirche und dem Bischofsamt das Genick gebrochen.“

„Keine außenwirksame kirchenrechtliche Qualität“

Bezogen auf die rechtliche Verbindlichkeit des Synodalen Weges in Deutschland analysierte der römische Kirchenrechtler Prof. Dr. Stefan Mückl, die „Vereinbarungen binden nur sie allein und haben keine außenwirksame kirchenrechtliche Qualität“. Für andere Kirchenrechtler wie Thomas Schüller sei der „Synodale Weg“ nur „ein rechtliches Nullum“, Norbert Lüdecke spräche gar von einem „potemkin’schen Synodaldorf“. Bezüglich einer möglichen Weiterverarbeitung der Beschlüsse des Synodalen Weges in der deutschen Bischofskonferenz betonte Mückl, ihr „käme nur dann die Gesetzgebungskompetenz zu, wenn sie im universalen Recht ausdrücklich vorgesehen ist oder sie ihr im Einzelfall vom Apostolischen Stuhl verliehen worden ist. Für die auf dem „Synodalen Weg“ behandelten Gegenstände dürfte eine Kompetenz der Bischofskonferenz nicht in Betracht kommen.“

Nach dem Eklat auf der letzten Vollversammlung des Synodalen Weges Anfang Oktober – das Gremium war nicht mehr beschlussfähig, weil viele Vertreter frühzeitig abgereist waren – hatte die katholische Laien-Initiative NeuerAnfang den Studientag zur kritischen Aufarbeitung und zur Zwischenbilanz des Synodalen Weges einberufen. Es war bereits der dritte Studientag der Initiative in diesem Jahr. Insgesamt haben über 13.000 Leute an den Studientagen teilgenommen. Alle Vorträge können in Wort und Bild unter www.neueranfang.online abgerufen werden.


Ein Reform-Manifest der Initiative NeuerAnfang für eine echte Reform der Kirche fand bereits über 5.500 Unterzeichner , ist in zehn Sprachen übersetzt und kann von Jedem unterschrieben werden. Die Autoren werden es in Kürze zusammen mit den Unterschriften der Unterstützer Papst Franziskus in Rom überreichen

www.neueranfang.online/manifest
Kontaktanfragen: info@neueranfang.online
Für die Initiatoren: Bernhard Meuser: meuser@youcat.org

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