
Herrschaftszeiten
„Bei euch soll es nicht so sein“, sagte Jesus, wer herrschen will, muss dienen. Er hat seinen Jüngern das Füßewaschen beigebracht – früher ein Job für die Sklaven. „Ihr sollt niemanden euren Vater nennen, außer jenen im Himmel“ – auch so ein nicht eingelöster Spruch aus dem Neuen Testament. Wir reden von Beichtvätern und sogar vom „Heiligen Vater“, doch der Papst selbst nennt sich gerne „Diener der Diener Christi“. Jesus nennt seine Jünger „Freunde“, „nicht Knechte“. Gott gibt uns Freiheit und fordert dennoch Gehorsam. Warum ist das alles so?
Die katholische Kirche sieht Christus als das Haupt eines Leibes und uns alle als Glieder mit unterschiedlicher Begabung und Aufgabe. Die Kirche will diese Einheit in Vielfalt mit biblischer Orientierung entwickeln. Jeder soll seinen Platz finden können.
Aus Herrschaftszeiten
„Nicht mehr mein Bischof …“
Die politischen Verhältnisse in Deutschland ändern sich mit rasanter Geschwindigkeit. Gerade Christen sind tief verunsichert und schauen ratsuchend auf ihre Bischöfe. Was sie von dort zu hören bekommen, findet Bernhard Meuser enttäuschend.
Eine Kultur der Rechenschaft
Fragen ohne anzuklagen, antworten ohne auszuweichen. Der Pastoralreferent Franz-Josef Roth wirbt für eine Kultur der Rechenschaft im besten Sinne. Am Beispiel der Äußerungen von Bischof Kohlgraf zur Laienpredigt widerlegt der Autor den Vorwurf der Denunziation und appelliert an die Führungskompetenz der Hirten. Mehr Rechenschaft für mehr Klarheit und Loyalität.
Alle reden von Schisma
Wenn die Gemeinschaft des Glaubens verletzt wird, fallen Stichworte wie Schisma, Häresie oder auch Apostasie. Wir erklären, was diese Begriffe eigentlich bedeuten und wodurch sie sich voneinander unterscheiden.
Der Schuhlöffel der Ministrantin
Rom hat Nein gesagt zur Laienpredigt in der Eucharistie. Wieder wird eine Kernforderung des Synodalen Weges in Deutschland zurückgewiesen. Und wieder mandelt sich die Szene auf – allen voran einer ihrer Vordenker, der Pastoraltheologe Paul M. Zulehner. Bernhard Meuser hat Bedenken.
In der Kirche gegen die Kirche arbeiten
Wie kann es zu Entgleisungen kommen wie dem Papier der kfd zum §218? Franz Grunewald beschreibt das Phänomen und geht drei Möglichkeiten einer Erklärung nach. Sie ergänzen sich: Das systematische Einschmuggeln einer Agenda des radikalen Umbaus in die Kirche, die Machtansprüche neuzeitlicher Subjektivität und nicht zuletzt der geistliche Mangel eines tiefen Mitschwingens und Mitfühlens mit der Kirche.
Tabubrüche beim Lebensschutz
Ist die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) noch katholisch? Ausgelöst wird diese Frage durch eine neue Positionierung des Verbandes zum Umgang mit Schwangerschaftskonflikten. Sie enthält mehrere Tabubrüche und bösartige Unterstellungen Andersdenkender. Wie wird die kirchliche Aufsicht darauf reagieren? Martin Grünewald analysiert die wichtigsten Inhalte.







