Herrschaftszeiten2026-08-13T22:53:37+02:00
Herrschaftszeiten

Herrschaftszeiten

Wer ist „der Herr im Haus“ – und ist es Zeit, daran etwas zu ändern? Warum ist die katholische Kirche nicht demokratisch und mit „allen auf Augenhöhe“? Manche stehen, andere sitzen oder knien? Warum spenden die einen den Segen, den die anderen empfangen? Warum gibt es Geweihte und Nichtgeweihte? Sind die einen die Mächtigen, die anderen nur Randfiguren?

„Bei euch soll es nicht so sein“, sagte Jesus, wer herrschen will, muss dienen. Er hat seinen Jüngern das Füßewaschen beigebracht – früher ein Job für die Sklaven. „Ihr sollt niemanden euren Vater nennen, außer jenen im Himmel“ – auch so ein nicht eingelöster Spruch aus dem Neuen Testament. Wir reden von Beichtvätern und sogar vom „Heiligen Vater“, doch der Papst selbst nennt sich gerne „Diener der Diener Christi“. Jesus nennt seine Jünger „Freunde“, „nicht Knechte“. Gott gibt uns Freiheit und fordert dennoch Gehorsam. Warum ist das alles so?

Die katholische Kirche sieht Christus als das Haupt eines Leibes und uns alle als Glieder mit unterschiedlicher Begabung und Aufgabe. Die Kirche will diese Einheit in Vielfalt mit biblischer Orientierung entwickeln. Jeder soll seinen Platz finden können.

Aus Herrschaftszeiten

Rebellion: Heldentat oder Sünde?

30. Oktober 2026|

Wann wird Rebellion zur Sünde und wann ist sie berechtigt oder gar notwendig? Kerstin Goldschmidt unterscheidet Selbstermächtigung vom berechtigten Dienst an der Wahrheit. Über die Grenze zwischen berechtigtem Widerspruch und sündhafter Anmaßung.

Eindeutig uneindeutig

29. Oktober 2026|

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur schleichenden Kirchenspaltung? Franz Grunewald zeigt an einem Beispiel auf, wie der Synodale Weg ohne Legitimation in diözesanen Gremien umgesetzt wird. Am CIC und an römischen Vorgaben vorbei und ohne römische Bestätigung der angedachten deutschen Synodalkonferenz werden Fakten geschaffen.

Synodalität auf dem Prüfstand

28. Oktober 2026|

Der Streit in Weingarten ist mehr als eine lokale Auseinandersetzung. Kerstin Goldschmidt nimmt den Fall zum Anlass, über das Wesen der Synodalität nachzudenken; gleichzeitig als Chance zur Selbstreflexion und zur Einübung in konkrete Methoden im Sinne des weltweiten Prozesses.

KI-Geister

12. Oktober 2026|

„Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht los!", rief der Zauberlehrling, als sich seine Kreatur verselbständigte. Genau das haben vor einigen Tagen die KI-Giganten OpenAI und Anthropic mit Erschrecken wohl gedacht. Das kam Helmut Müller morgens beim Wachwerden als erstes Ergebnis der Aktivierung seiner NI (natürliche Intelligenz) in den Sinn.

  • An die eigene Nase fassen sollten sich diejenigen, die mit gewaltigem Pathos an die Aufarbeitung geistlichen und leiblichen Missbrauchs in der Kirche gehen.

An die eigene Nase fassen –
Geistlicher Missbrauch und die DBK

9. Oktober 2026|

Während deutsche Bischöfe zu Recht vor geistlichem Missbrauch warnen, stellt Franz Grunewald die kühne Frage, ob dieselben Oberhirten auch ihr eigenes Handeln dieser Prüfung unterziehen. Anhand jüngster Beispiele hält er einigen Vertretern der DBK den Spiegel vor und fragt nach konsequenter Maßnahmeumsetzung. Haben jene Verantwortungsträger den Mut, sich an die eigene Nase zu fassen?

Von Böcken und Gärtnern

8. Oktober 2026|

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 29. September neue Vorsitzende für die bischöflichen Kommissionen gewählt. Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße ist künftig für die „Kommission IV Familie, Jugend und Erziehung“ der Deutschen Bischofskonferenz zuständig. Man könnte meinen, da wurde so mancher Bock zum Gärtner gemacht. Stephan Raabe skizziert Hintergründe zu dieser Personalie.

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