Deutsche Katholiken veröffentlichen „Reform-Manifest“

Frontalangriff auf den Synodalen Weg

 „Wir wollen keine Kirche der Beamten und Funktionäre, der aufgeblähten Apparate und des dauerinstallierten Geschwätzes.“ 

Der sogenannte „Synodale Weg“ der vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken mit den deutschen Bischöfen vereinbarte Reformprozess der Katholischen Kirche, gerät unter massiven Druck katholischer Laien. In einem am 29. September 2021 im Internet veröffentlichten Text – zu finden unter www.neueranfang.online/manifest – stellen die Autoren dem „Synodalen Weg“ ein vernichtendes Zeugnis aus: Er verfehle „auf dramatische Weise den Ansatz wahrer Reform.“ In seiner Fixierung auf die äußere Struktur gehe er „am Kern der Krise vorbei.“ Er verletze den Frieden in den Gemeinden, verlasse den Weg der Einheit mit der Weltkirche, beschädige die Kirche in der Substanz ihres Glaubens und laufe auf ein Schisma (= die Gründung einer eigenen von Rom losgelösten Kirche) hinaus.

Die Autoren des Manifests sind zum Teil Theologen und Philosophen, es wird aber von unterschiedlichsten Katholiken mitgezeichnet. Die Initiatoren-Gruppe begreift sich als reformorientiert und Papst-Franziskus-nahe „Wir wollen aber“, heißt es in der vierten These, „keine Kirche der Beamten und Funktionäre, der aufgeblähten Apparate und des dauerinstallierten Geschwätzes.“  Die Kirche leide unter einem Mangel an Geist und einem Zuviel an Institution. „Niemand braucht eine Kirche, in der Berufungen durch Anstellungen, Hingabe durch Vertrag und Vertrauen durch Kontrolle ersetzt werden. Wir wollen eine einfache, dienende und betende Kirche in der Nachfolge Christi.“

Der zentrale Vorwurf des Reform-Manifests an den Synodalen Weg: Hier werde „Missbrauch mit dem Missbrauch“ betrieben. Angekündigt als nötige Konsequenz aus Missbrauch und Vertuschung, werde der Missbrauch stattdessen zur Durchsetzung einer lang bekannten, kirchenpolitischen Agenda instrumentalisiert, um sachfremde Ziele und Positionen durchzusetzen. Bis heute werde beispielsweise der Tatsache nicht Rechnung getragen, dass ca. 80 Prozent der Übergriffe im „katholischen“ Raum gleichgeschlechtlicher Natur seien. Die Verweigerung gegenüber Fakten sei ein Merkmal der Diskussionen auf dem Synodalen Weg.

Das Reform-Manifest wird gerade in sechs Sprachen übersetzt und kann von Jedem unterschrieben werden. Die Autoren werden es in Kürze zusammen mit den Unterschriften der Unterstützer Papst Franziskus in Rom überreichen

www.neueranfang.online/manifest
Kontaktanfragen: info@neueranfang.online
Für die Initiatoren: Bernhard Meuser: meuser@youcat.org

Pressemitteilung runterladen (PDF)

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