Chuck Norris hat das Leben besiegt – Jesus Christus sogar den Tod! Einen ähnlichen Internet-Hype, wie es ihn um die kürzlich verstorbene Kino-Ikone gab, wünscht sich Patricia Haun für die diesjährige Osterbotschaft. Sie regt an, solche medialen Steilvorlagen aufzugreifen und auf Christus zu verweisen. Tipp für die Osteroktav: Mut zu substantiellem Glaubenszeugnis statt oberflächlicher Ostergrüße!

„Chuck Norris ist nicht tot. Er hat nur das Leben besiegt.“

Am 19. März 2026, dem Josefstag, ist die Leinwand-Ikone Chuck Norris verstorben. An den darauffolgenden Tagen gingen etliche Kurzwitze im Netz viral, die auf seine Rolle als unbesiegbarer Actionheld zurückgehen. Die sogenannten „Chuck Norris Facts“ werden immer wieder in Zusammenhang mit seinen teilweise ins Absurde übertriebenen übermenschlichen Fähigkeiten formuliert. z. B.: „Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird er nicht nass, sondern das Wasser wird Chuck Norris.“ Nach seinem Tod fand man im Netz ein Bild, das Chuck Norris am Telefon zeigt mit Sprechblase: „Nein, keinen Trauerredner! Und meinen Sarg trage ich auch selbst“.

Echte Helden

Diese humoristischen Memes, die auf die martialischen Filmrollen und Kampfkünste des Schauspielers anspielen und die ich mehrfach bei meinen Whats-App-Kontakten im Status fand, berührten mich auf besondere Weise. Offenbar schreibt man diesem „Helden“ übermenschliche Kräfte zu. Mich erinnert das in besonderer Weise an Jesus, den Helden MEINES Lebens. Angedeutete persiflierte Eigenschaften des Schauspielers, die man als Parallelen bei Jesus findet:

Chuck Norris wandelt Wasser – Jesus ging übers Wasser bzw. wandelte Wasser in Wein.
Norris trägt seinen Sarg selbst – Jesus trug sein Kreuz selbst.
Chuck Norris hat das Leben besiegt – doch Jesus Christus hat den Tod besiegt!

Original statt Kopie

Doch warum „feiern“ wir übertriebene nachgemachte Helden und übersehen dabei das Original? Warum flüchten sich so viele Menschen in eine Welt von Comicfiguren, kreieren Superstars und wollen die Glaubenswahrheiten nicht mehr wahrhaben?

Menschen suchen schon immer nach Helden. Chuck Norris war Kampfsportler, man könnte sagen, Kampfkünstler mit ausgeprägt männlichem Körperbau. Bevor er Action-Schauspieler wurde, diente er bei der Air Force und Militärpolizei. Die Leute lieben solche Vorbilder: gutaussehend, stark, scheinbar unbesiegbar. Der Typ „Feuerwehrmann“, der alles im Griff hat, alles kann und alle rettet. Die Liebe zu Jesus, der selbst den Tod besiegte, der unser Retter und Erlöser ist, scheint jedoch verloren gegangen zu sein.

Es gibt übrigens einen Hinweis darauf, dass der Himmel Humor hat, auch wenn man der „Verehrung“ von Chuck Norris blasphemische Züge unterstellen könnte. 2017 sprang der Schauspieler dem Tod an einem Tag gleich zweimal von der Schippe, was den oben beschriebenen Internet-Hype um Chuck Norris verstärkt haben dürfte: Norris überlebte zwei Herzinfarkte an einem Tag und erholte sich in Rekordzeit. Er erreichte ein gesegnetes Alter von 86 Jahren und vielleicht ist es auch kein Zufall, dass Norris ausgerechnet am Josefstag verstorben ist. 

Wikipedia lässt uns wissen, dass Chuck Norris selbst es ablehnte, mit Gott verglichen zu werden. Gott habe die Menschen nach seinem eigenen Ebenbild erschaffen. Norris soll evangelikaler Christ gewesen sein. Ich sehe in den übermenschlichen Vergleichen eine Chance zum Evangelisationsansatz: Warum die Kopie verehren? Verweisen wir doch auf das Original!

Früher las man Kindern die Heldentaten aus der Bibel vor: David und Goliath, Daniel in der Löwengrube und eben Jesu Wundertaten und schließlich sein Leiden, Sterben und seine Auferstehung. Leider wurden die Bibelgeschichten mehr und mehr ins Reich der Phantasie verbannt. Stattdessen kreiert man phantastische Superstars, die die Bibelerzählungen ersetzen. Finden wir den Mut, den Kindern wieder Jesus als Vorbild zu zeigen! Die Kar- und Ostertage bieten reichlich Gelegenheit dazu.

Jesus in die Welt bringen

Ein ähnlicher Typ wie Chuck Norris ist Mel Gibson, der 2004 den Film „The Passion“ über das Leiden und Sterben Jesu Christi in die Kinos brachte und damit Menschenmassen wieder mit Christus und dem Glauben konfrontierte. Eine gelungene Evangelisationsarbeit eines überzeugten Christen, die bis heute nachwirkt. In den darauffolgenden Jahren wurde der Film häufig in der Osternacht im Fernsehen gezeigt. Wenn die Menschen nicht mehr in die Kirchen kommen, um die Botschaft Jesu zu hören, müssen wir die Botschaft hinaus in die Welt tragen. In der christlichen Bubble gibt es bereits evangelisierende Audio- und Videobeiträge, die die Jesus-Botschaft modern verpackt in den sozialen Medien teilen. Haben wir den Mut, diese auch in unsere weltlich geprägten Freundes- und Bekanntenkreise weiterzuleiten?

Mut zur Osterbotschaft!

Mel Gibson hatte den Mut, Jesus Christus öffentlich zu bezeugen und ich denke, auch Chuck Norris wäre einverstanden, dass ich mit diesem Text und und mit Hilfe seines Namens auf Christus zeige. Jesus unterstelle ich, dass er den Mut hat, sich in die sozialen Medien zu wagen, denn er ist so zeitlos wie seine Botschaft selbst. Haben auch wir den Mut, Jesu Tod und Auferstehung zu bezeugen? Es werden in diesem Jahr wieder viele bunte Ostereier und Hasen durch das Netz „geistern“. Haben wir den Mut, die frohe Osterbotschaft zumindest dazwischen zu streuen!

Real-Facts

Und sei es nur, um zu bezeugen, dass die Anzahl der Taufen zu Ostern steigt. Das sind real-Facts!

Ob die Menschen an den Erlösertod Jesu und seine Auferstehung glauben oder doch lieber an den Osterhasen, müssen wir ihnen überlassen. Doch von unserer eigenen Glaubensüberzeugung dürfen wir reichlich austeilen. Der Glaube selbst ist eine Gnade.


Patricia Haun
Jahrgang 1971, ist freie Journalistin, Mutter von vier Kindern und Großmutter dreier Enkel. Sie hat sich jahrelang in der Lebensrechtsarbeit, in kirchlichen und caritativen Organisationen engagiert und wirkt mit bei der Initiative „Neuer Anfang“.


Beitragsbild: Imago Images

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